Es ist Schein ... und nicht Sein
Die heutige Jugend hat es nicht besser und nicht schlechter als die Jugend früher
Die Kinder und Jugendlichen dieser Zeit hören oft von Eltern und Großelter, dass diese es früher nicht so gut hatten wie wir es jetzt haben. Die Frage, die man sich auf diese Behauptung stellt, ist die, ob dies wirklich so ist, dass die heutige Jugend es heute so viel besser hat als die Jugend von früher, oder nicht Es gibt viele Dinge, die besser sind, aber mit jeder
Verbesserung kamen auch neue, spezifische Probleme.
Früher hatte man es so viel schlechter Beginnt man mit der neunen Technik, so ist bekannt, dass etwa 92 aller Jugendlichen im Alter von 12- 19 Jahren 2021 ihr eigenes Handy besaßen. Die positive Seite von Handys ist die, dass man immer und überall erreichbar ist und auch in
Gefahrensituationen schnell Hilfe holen kann. Die andere Seite ist die, dass durch moderne Ortungsprogramme die Jugendlichen in ihrer Freiheit eingeschränkt werden können, da die Eltern den Heranwachsenden auf Schritt und Tritt verfolgen können und damit absolute Kontrolle erreichen.
Eine weitere
Modernisierung unserer Zeit ist der Computer. Anstatt stunden- oder tagelang in
Bibliotheken oder über zeitaufwendige Fernleihe sich
Informationen für Facharbeiten, Vorträge oder sonstige Projektarbeiten zu beschaffen, wird heute mit wenigen Klicks innerhalb kurzer Zeit fast jede beliebige Information aus aller Welt zu jedem erdenklichen Thema direkt in den eigenen Computer geliefert. Man muss auch nicht mehr an einer Telefonzelle anstehen und zuvor genügend Münzgeld gesammelt haben oder zeitaufwendig Briefe schreiben und die Antworten abwarten , sondern man kann jederzeit und vom warmen Zimmer aus sogar mehreren Leuten gleichzeitig über Instant- Messagging- Programme, Chatrooms und Online- Netzwerke in Kontakt kommen und bleiben. Doch gleichzeitig kamen auch mannigfaltige Computerspiele in die Jungendwelt. Manche Jungendliche verkriechen sich in virtuelle Welten, in denen Probleme des Alltags verdrängt werden können.
Schon vorher hatte der Fernseher in den Jugend- und Kinderzimmern Einkehr gehalten.
Heute haben wir es besser als die Menschen früher Dies ist richtig, aber auch widerlegbar. Richtig, weil auch ohne Job die Lebensgrundlage durch den Staat gesichert ist. Dadurch, dass es in Deutschland nur wenige Arbeits- und Ausbildungsplätze gibt, wachsen viele Kinder und Jugendliche mit Harz IV auf. Der Staat sichert die Lebensgrundlage, doch darin sind keine Luxusartikel mit eingeschlossen.
Früher war alles so viel schlechter Es gibt Anhalte dazu, diese Aussage zu widerlegen. Heutzutage werden Kinder und Jugendliche von der Gesellschaft nicht mehr verstanden, deswegen ist auf Straßen und Plätzen für diese kaum noch Platz. Doch weil der Staat auch kaum Geld zu Verfügung hat, werden nun selbst die einzigen Anlaufstellen Jugendlicher und Kinder, Kinder- und Jugendzentren, gestrichen.
Früher hatte man es schlechter Dies ist im mancher Hinsicht richtig, aber wenn man auf die Ernährungsunterschiede schaut, doch sehr verkehrt. Die Zahl der Übergewichtigen hat im Zehnjahresvergleich um 8 bis 10 zugenommen. Der Grund dafür liegt da, dass heutzutage kaum noch gekocht wird, weil es meist teurer und länger dauert als Fastfood. Doch auch geht die Zahl der untergewichtigen Kinder und Jugendlichen in die Höhe.
Haben wir es wirklich viel besser Wie lässt sich das mit dem in letzter Zeit immer lauter werdenden Thema Vernachlässigung in Einklang bringen Wie mit der hohen Arbeitslosigkeit und der großen Perspektivlosigkeit Ich denke, die Jugendlichen in dieser Zeit haben es nicht besser und nicht schlechter als die Jugendlichen früher, heute so wie früher gab es Probleme, nur die Art der Probleme hat sich verändert.